WDR zeigt Dokumentation über Storchenzugprojekt
Bonn, 02.01.2003: Jedes Jahr machen sich mehr als 500.000 Weißstörche auf den Weg von Europa nach Afrika. Auf ihrem Weg kommen sie durch drei Kontinente und überfliegen 18 Länder, um im Osten und Süden Afrikas den Winter zu verbringen. Um dieses einmal einer größeren Öffentlichkeit darzustellen, organisierte das Bundesamt für Naturschutz das Multimediaprojekt "Storchenzug.de". Jürgen Vogt und ein Team des Morgenmagazins haben sechs Störche auf dieser Reise begleitet - unter ihnen, gleichsam als Hauptdarstellerin des Films, "Prinzesschen", einen Weißstorch aus der Elbtalaue.
Die Verfolgung der Weißstörche auf ihrem bis zu 24.000 km langen Flug wurde durch modernste Satellitentechnik ermöglicht. "Prinzesschen" und ihre Kollegen trugen einen 30 g leichten Minisender auf dem Rücken. Mit Hilfe dieser Solarsender konnte das Begleitteam den Tieren folgen - und sie an vielen Orten ihres Fluges aufstöbern.
Die Reise führte die Störche über verschneite Gebirge, durch Wüsten, die Steppen Ostafrikas und die Krisenregionen des Nahen Ostens. Sie findet für die Vögel unter Lebensgefahr statt. Fast ein Drittel der Tiere kommt nicht nach Europa zurück. Wasserknappheit, der Verlust geeigneter Rastgebiete, Stromleitungen, Raubtiere, Stürme und teilweise auch die intensive Bejagung durch den Menschen kosten viele Störche das Leben.
Das Team um Jürgen Vogt hat in faszinierenden Bildern den Flug der Störche dokumentiert. Der Zuschauer kann die Gefahren, aber auch die Faszination der fünfmonatigen Reise hautnah im WDR miterleben.
Termin: 6. Januar 2003, 21:05 Uhr in WEST 3, "Jagd auf Prinzessin"
Storchenzug.de war ein Gemeinschaftsprojekt von Bundesamt für Naturschutz, NABU und NAJU in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Radolfzell und den Morgenmagazinen von ARD und ZDF. Die
www.naturdetektive.de stellten ihre Informationsplattform zu Verfügung.

