Moorschutz
Moore - Entstehung, Erhaltungszustand und Biodiversität
Bis ins 17. Jahrhundert waren die für den Menschen lebensfeindlichen und unzugänglichen Moore weitgehend unberührte Wildnis. Im Zuge der Industrialisierung wurden zunehmend Moore entwässert, um sie land- oder forstwirtschaftlich nutzen zu können. Heute sind die verbliebenen Moorlebensräume stark gefährdet und damit viele der moortypischen, hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenarten.
Ökosystemleistungen der Moore
Funktionsfähige, naturnahe Moore erfüllen eine Vielzahl von ökologischen Leistungen. Neben ihrer besonderen Bedeutung für die Artenvielfalt fördern sie den saisonalen Wasserrückhalt in der Landschaft, regulieren den Nährstoffhaushalt, puffern das regionale Klima, dienen dem Menschen als Erholungsraum und spielen als Kohlenstoffsenke und -speicher, eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Im Zusammenhang mit aktuellen klimapolitischen Zielen sind sie auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Durch Drainage und Nutzung gehen diese Umweltleistungen weitgehend verloren. Durch die Wiedervernässung von Mooren können die Ökosystemleistungen zumindest partiell wieder hergestellt werden. So können auch Naturschutzprojekte zum Klimaschutz beitragen.
Moorschutz - Situation und Handlungsbedarf
Seit Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity (CBD)) von 1992 und vor dem Hintergrund des Klimawandels haben Schutz und Management von Mooren stark an Bedeutung gewonnen und sind in den letzten Jahren international zu einem politisch relevanten Thema geworden.



