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Lausitzer Seenland

Lage:

Freistaat Sachsen, Landkreis Bautzen, nördlich der Stadt Hoyerswerda, angrenzend an die sächsisch-brandenburgische Landesgrenze


Naturraum:

Senftenberg-Finsterwalder Becken im Lausitzer Urstromtal


Fläche:

5.760 ha Kerngebiet


Projektbeschreibung:

Lausitzer Seenplatte

Das entstehende "Lausitzer Seenland" ist heute noch geprägt durch den ehemaligen Braun-kohlentagebau und seine Folgen. Diese grundlegend anthropogen veränderten Landschaften besitzen jedoch aus Naturschutzsicht wertvolle Potenziale. Durch die Rückstellung der Rekultivierung in der DDR konnten ungestört großflächige Entwicklungsprozesse ablaufen. Dabei hat die Verkippung der über der Braunkohle lagernden Bodenschichten nährstoffarme Substrate freigelegt, sogenannte Rohböden, die zur Besiedlung eines vielfältigen und seltenen Arteninventars geführt haben. Weiterhin sind die Dynamik und die Unzerschnittenheit der Landschaft herausragende Merkmale des Naturschutzgroßprojektes.

Die entstehenden Tagebauseen bieten für durchziehende, rastende und brütende Wasservögel Lebensraum. Für wärme- und lichtliebende Arten (Brachpieper, Heidelerche, Wiedehopf) sollen Halboffen- und Offenland-biotope erhalten und mittels Biotoppflege gesichert werden. Dabei bieten sich im Gebiet extensive Formen der Beweidung mit traditionellen Haustierrassen an. Weiterhin werden bestehende Nadelholzforste schrittweise in naturnahe Mischwälder umgebaut. In anderen Teilbereichen sollen wiederum unter naturschutzfachlicher Begleitung naturnahe Entwicklungsprozesse im Vordergrund stehen.

Einmalig ist, dass sich die Region in einem wachsenden Prozess der ökonomischen und ökologischen Neuorientierung befindet. Hierzu sollen neben naturschutzfachlichen Zielen, sozioökonomische Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort dienen. Erholungsnutzungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die naturverträgliche Jagd und Fischerei sowie eine extensive Forst- und Landwirtschaft.

Im Jahr 2010 sind nach erfolgter Sanierung Grundbrüche auf ehemaligen Abbauflächen eingetreten. Die Förderung für das Vorhaben wurde 2011 beendet, da insbesondere große Teile des Kerngebietes in Folge der Grundbrüche nicht oder nur sehr eingeschränkt betreten werden dürfen.


Förderzeitraum:

Förderphase I:  2003-2004
Förderphase II: 2005-2011


Finanzvolumen:

Förderphase I:  0,43 Mio. Euro
Förderphase II: 4,14 Mio. Euro


Projektträger:

Lausitzer Seenland gGmbH
Am Anger 36
02979 Elsterheide-Bergen
Tel.: 03571/604850; Fax: 03571/604851
 e-Mail


Projektförderer:

BMU/BfN, Freistaat Sachsen, Lausitzer Seenland gGmbH


Ansprechpartnerinnen im BfN:

Kathrin Ammermann, Ines Scheibler  FG II 4.3


Weitere Informationen:

Homepage:  www.ngp-lausitzerseenland.de

 Hintergrundinformation zum Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland

BfN-Informationen zu  Bergbaufolgelandschaften


weitere Informationen

 Hintergrundinformation zum Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland

Letzte Änderung: 04.01.2012

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